Ich verstehe mich weniger als Künstler im klassischen Sinn denn selber als faszinierter Beobachter von Farbkompositionen und visuellen Ordnungen, die aus meinen zufallsgesteuerten Experimenten entstehen.
Als ETH-Architekt, Jahrgang 1967, erhielt ich parallel zur Architektur eine intensive Ausbildung in Kunstgeschichte und Bildnerischem Gestalten – ein Fach, das mich zeitweise stärker faszinierte als die Architektur selbst. Auch in anderen Disziplinen, von Fotografie, Video und Webdesign bis hin zur elektronischen Musik, liegt mein Interesse vor allem im Gestalten und im Entwickeln klarer funktionaler, visueller oder audiovisueller Konzepte.
Ein zentraler Teil meiner heutigen Arbeit basiert auf einer selbst entwickelten Software, die mithilfe von Zufallsprozessen immer neue Farbmuster generiert. So entstehen einzigartige „ColorCodes“. Viele davon bleiben tatsächlich zufällig und beiläufig – doch in einzelnen Konstellationen entdecke ich eine besondere Spannung, Ordnung oder visuelle Kraft. Diese Momente greife ich auf und arbeite sie zu eigenständigen Kompositionen weiter.
Die daraus entstehenden Werke erscheinen unter anderem als kreisrunde Wandbilder oder werden mit Typografie, Farbe, Kunstharz und einer von mir entwickelten Zufallszahlen-Elektronik weiterbearbeitet. Nach demselben Prinzip entstehen auch die Zifferblätter der limitierten CONCENTRIC Uhren.
Der Zufall liefert dabei das Ausgangsmaterial – Auswahl, Reduktion und Weiterentwicklung bestimmen das endgültige Werk. So wird jede Komposition, ob für die Wand oder das Handgelenk, zum Einzelstück.

